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Ausgabe 51-52 / 2011

   
       

Es ist ein schwacher Trost. Auf den letzten Metern des absolut verkorksten Börsenjahres 2011 zeigen sich in der Mitte Europa die Börsenindizes und Unternehmenswerte mit einer leichten positiven Aufwärtsbewegung. Nun: Rallye kann man das bei weitem nicht nennen. Zumal auch die Börsenumsätze ganz klar auf Feiertagsniveau sinken und somit die Kursstellungen allein keinerlei Trendcharakter haben.

Aber ein mehr oder weniger versöhnlicher Ausklang könnte mit dazu beitragen, dass der Start in das neue Börsenjahr nicht erneut nur von schwachen Kursen und niedrigen Bewertungen geprägt ist. Vielmehr könnte es in das Bewusstsein der Akteure rücken, dass der Kapitalmarkt an sich, und da besonders auch der Aktienmarkt, wieder zurückgeführt werden muss auf seine ursprünglichen Funktionen und vor allem auch Verhaltensweisen.

Jetzt wird es grundsätzlich: Börse sollte zwei Funktionen ausüben. Sie soll zum einen den Unternehmen die Möglichkeit bieten, Eigenkapital zu generieren. Auf der anderen Seite soll sie Investoren dazu passende Chancen offerieren. Hier geht es um Spekulation im engeren Sinn. Nicht Zockerei, sondern Abwägen von Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Entwicklungen, sowohl im unternehmerischen Bereich als auch in den politischen und makroökonomischen Rahmen.

Diese Funktionen hatten der Markt und vor allem seine professionellen Teilnehmer in den vergangenen Jahren aus den Augen verloren. Zu den Ergebnissen gehörten entsprechend auch die Finanzkrisen 1.0 und 2.0. Doch während man derzeit vor allem der Politik zu Recht Vorhaltungen macht, nicht adäquat auf die Krisen, vor allem auch die Schuldenkrise in der Euro-Zone reagiert zu haben, hat man selbst die eigenen Grundlagen aus den Augen verloren. Was vor allem in einer Tatsache gipfelt: Einer hohen, zu hohen Volatilität im Markt...

 

Die Themen:

  • Die Profis sind riskant aufgestellt.
  • Der Schweizer Franken bleibt brisant.
  • SMI: Kein schlechter Ausblick.
  • Europa-Bilanz durchwachsen.
  • Nexans mit guter Auftragslage.
  • Valeo bleibt innovativ.
  • ASML kann überzeugen.
  • Dassault Systemes in guter Form.
  • Finmeccanica im Bestechungssumpf.
  • BioAlliance Pharma am Boden.

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