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Was für ein Jahr. 2011 wird uns allen als ein Jahr in Erinnerung bleiben, in dem Hoffen und Bangen wohl so dicht beieinander lagen wie in den letzten 10 Jahren nicht mehr. Was auch daran lag, dass wir uns politisch und wirtschaftlich mit zum Teil extremen Entwicklungen auseinandersetzen mussten, deren Ausgang bei weitem nicht immer vorprogrammiert war und es auch zur Jahreswende noch nicht ist. Global gesehen gab es sicher viele Brennpunkte, die auch ins neue Jahr noch hineinwirken werden. Seien es die Versuche Chinas, eine Konjunkturdelle zu verhindern, sei es die so genannte Arabellion, die noch längst keinen guten Ausgang genommen hat, sei es das andauernde Hick-hack zwischen Republikanern und Demokraten in den USA bezüglich der Staatsfinanzen - all das hätte schon allein genügend Unsicherheit produziert ohne die Themen, die vor allem uns Europäer in diesem Jahr umtrieben. Zum einen die Finanzkrise, welche inzwi schen sogar mit dem Kürzel 2.0 versehen wurde. Denn es geht längst nicht mehr um irgendwelche Schrott-Immobilienkredite, sondern um vormals als risikolos betrachtete Staatskredite. In dieser Hinsicht sind gleich zwei Brocken zu stemmen. Zum einen die komplette Neuordnung des Finanzsektors mit noch ungeahnten Auswirkungen auf Geschäftsvolumen und Kapitalbedarf, zum anderen eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen Finanzwesen und, allgemein gesprochen, Staat, der sich nicht aus der Verantwortung stehlen kann, zu seinem eigenen Vorteil in den letzten 20 Jahren bezüglich der Risikoklassifizierungen seiner Schulden falsche Handlungsrahmen gesetzt zu haben...
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